Die Digi­ta­li­sie­rung und Auto­ma­ti­sie­rung sind in der heu­ti­gen Zeit unver­zicht­bar, um wett­be­werbs­fä­hig zu blei­ben. Den­noch zeigt sich, dass gera­de der deutsch­spra­chi­ge Mit­tel­stand in Sachen IT-Kos­ten noch erheb­li­chen Nach­hol­be­darf hat. Ein wesent­li­cher Schritt zur Ver­bes­se­rung ist die Schaf­fung von Trans­pa­renz in den IT-Kos­ten. Aber wie kann ein mit­tel­stän­di­sches Unter­neh­men die­sen ers­ten Schritt erfolg­reich gehen?

1. Bestandsaufnahme und Kategorisierung der IT-Kosten

Der ers­te Schritt besteht dar­in, alle Kos­ten­be­le­ge aus der Finanz­buch­hal­tung über einen län­ge­ren Zeit­raum hin­weg zu ana­ly­sie­ren. Es reicht nicht aus, die IT-Kos­ten pau­schal unter “EDV-Kos­ten” zu ver­bu­chen. Statt­des­sen müs­sen die ein­zel­nen Buchungs­po­si­tio­nen detail­liert nach den wich­tigs­ten Kos­ten­fak­to­ren der IT kate­go­ri­siert wer­den. Die­se Fak­to­ren kön­nen Hard­ware, Soft­ware, Cloud-Diens­te, War­tung, Per­so­nal und Schu­lun­gen umfas­sen.

2. Analyse und Identifikation der Hauptkostentreiber

Nach­dem die Kos­ten kate­go­ri­siert wur­den, ist es wich­tig, die­se Daten gründ­lich zu ana­ly­sie­ren. Ziel ist es, den bis­he­ri­gen Kos­ten­mo­no­lith auf­zu­bre­chen und die Haupt­kos­ten­trei­ber zu iden­ti­fi­zie­ren. Die­se Ana­ly­se soll­te sowohl für die aktu­el­len Ist-Wer­te als auch für die Plan­wer­te durch­ge­führt wer­den. Ein Soll-Ist-Ver­gleich ermög­licht es, früh­zei­tig Abwei­chun­gen zu erken­nen und ent­spre­chen­de Gegen­maß­nah­men zu pla­nen und ein­zu­lei­ten.

3. Etablierung eines kontinuierlichen Prozesses

Die­se initia­le Ana­ly­se der IT-Kos­ten ist kein ein­ma­li­ger Vor­gang, son­dern der Beginn eines weit­rei­chen­den neu­en Pro­zes­ses. Die Geschäfts­lei­tung und ins­be­son­de­re die IT-Lei­tung müs­sen kon­ti­nu­ier­lich und auf gra­nu­la­rer Ebe­ne in der Lage sein, die IT-Kos­ten aus­zu­wer­ten. Dies ermög­licht es, stra­te­gi­sche Ent­schei­dun­gen fun­diert zu tref­fen und die IT-Kos­ten lang­fris­tig zu opti­mie­ren.

Fazit

Trans­pa­renz in den IT-Kos­ten zu schaf­fen, ist für mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men ein wich­ti­ger ers­ter Schritt, um die Digi­ta­li­sie­rung und Auto­ma­ti­sie­rung effek­tiv vor­an­zu­trei­ben. Durch die detail­lier­te Ana­ly­se und kon­ti­nu­ier­li­che Über­wa­chung der IT-Kos­ten kön­nen Unter­neh­men nicht nur Kos­ten­trei­ber iden­ti­fi­zie­ren, son­dern auch stra­te­gi­sche Maß­nah­men ergrei­fen, um ihre Wett­be­werbs­fä­hig­keit zu stei­gern.